Wie die 5 Sprachen der Liebe deine Beziehung beeinflussen

Aktualisiert: Jan 18

Vor einiger Zeit hatte ich eine Beziehung, die mich Stück für Stück unglücklicher gemacht hat – ohne, dass ich bewusst hätte sagen können, woran es liegt.


Ich bin ein sehr körperlicher Mensch (nun, welch eine Überraschung bei meiner Berufung als Tantramasseurin) und hatte das Gefühl, dass ich richtiggehend verhungere.


So war es zum Beispiel oft so, dass mein Bedürfnis nach Körperkontakt und Ankuscheln ignoriert oder gar als lästig empfunden wurde.


Umgekehrt hat mein damaliger Partner aber ganz viel für mich gemacht: Er war total aufmerksam und hat mir immer wieder Geschenke und andere Aufmerksamkeiten zuteil werden lassen.


Die 5 Sprachen der Liebe und die unterschiedlichen Beziehungstypen


Bis dato hatte ich noch nie etwas von den 5 Sprachen der Liebe gehört, bis mich eine Freundin darauf aufmerksam gemacht hat.


Zum ersten Mal hörte ich, dass es unterschiedliche Liebestypen gibt, die ihre Zuneigung auf eine jeweils eigene Art ausdrücken.

Interessant ist, dass ich in meinem Leben nur einmal einen Menschen angezogen habe, der nicht meine Liebessprache gesprochen hat – davor und danach bin ich immer wieder auf Partner gestoßen, die ihre Zuneigung wie ich über ganz viel Körperkontakt und Zärtlichkeiten ausgedrückt haben bzw. ausdrücken.


Welche der 5 Sprachen der Liebe haben deine Beziehungen gesprochen?


Schau gern mal auf deine vorherigen Partnerschaften zurück und analysiere, ob ihr die gleiche Liebessprache gesprochen habt – oder eben nicht.


Vielleicht ist eure Beziehung sogar wie meine daran zerbrochen, dass ihr euch gegenseitig einfach nicht genügend geliebt und verstanden gefühlt habt.


Wenn du dich von deinem Partner öfters unverstanden fühlst oder das Gefühl hast, dass dir etwas Elementares fehlt, könnte die Kenntnis über eure jeweilige Liebessprache ein wahrer Augenöffner sein.


Wer hat das Modell der 5 Sprachen der Liebe entwickelt?


Entwickelt wurde das Modell vom Amerikaner Gary Chapman, der in seiner langjährigen Tätigkeit als Paarberater festgestellt hat, dass es 5 Sprachen der Liebe gibt.


Sein Buch „Die 5 Sprachen der Liebe“ ist ein New York Times-Bestseller und auch auf Deutsch erhältlich.

Gary Chapman sagt, dass Menschen in Beziehungen ihre Liebe auf unterschiedliche Art und Weise ausdrücken.


Wenn dein Partner und du die gleiche Sprache sprechen, fühlt ihr euch verstanden und geliebt – eine wichtige Grundvoraussetzung für eine erfüllte Partnerschaft.


Was ist, wenn dein Partner eine andere Sprache der Liebe spricht?


Doch was ist, wenn dein Partner eine komplett andere Liebessprache als du spricht? Solange du dir über die 5 Sprachen der Liebe bewusst bist, ist dies grundsätzlich kein Problem.


Wichtig ist, dass du dir – wann immer du dich unverstanden oder ungeliebt fühlst – vor Augen hältst, wie dein Partner die Liebe für dich ausdrückt.

Herrscht Unwissenheit über die 5 Sprachen der Liebe, redet ihr höchstwahrscheinlich sehr oft aneinander vorbei und habt große Schwierigkeiten, eine gute Kommunikationsgrundlage zu finden.


Im schlimmsten Fall fühlt ihr euch nicht geliebt und die Beziehung zerbricht irgendwann daran.


Doch was sind nun die 5 Sprachen der Liebe?


1. Liebevolle Worte der Zuneigung


Wenn du deinen Partner regelmäßig mit verbaler Zuneigung überschüttest, sprichst du höchstwahrscheinlich die erste der 5 Sprachen der Liebe.


So fällt es dir vielleicht ganz leicht, „ich liebe dich“ zu sagen – zudem lobst du deinen Partner häufig und machst ihm oder ihr Komplimente.


Du musst dich überhaupt nicht anstrengen, die richtigen Worte zu finden – sie fliegen dir vielmehr zu und kommen dabei immer von Herzen.

Doch was ist, wenn sich dein Partner im Umkehrschluss sehr schwertut, seine oder ihre Liebe zu dir in Worte zu fassen? In diesem Fall fühlst du dich schnell ungeliebt und zweifelst an der Ernsthaftigkeit eurer Partnerschaft.


2. Zweisamkeit


Wer diese Sprache der Liebe spricht, legt großen Wert auf Quality Time zu zweit. Es ist dir heilig, soviel Zeit wie möglich mit deinem Partner zu verbringen – und das bitte unbedingt regelmäßig.


Vielleicht sind es ungestörte Abende zu zweit, bei denen ihr viel Zeit habt, euch auszutauschen. Es können aber auch Wochenenden und Kurztrips sein, die du ganz dringend brauchst, um dich mit deinem Partner verbunden zu fühlen.


Wichtig ist dir dabei, dass dir dein Freund oder deine Freundin ungeteilte Aufmerksamkeit schenkt.

Mit Zweisamkeit ist also wirklich bewusst miteinander verbrachte Zeit gemeint, nicht ein belangloses Zusammensein in irgendeinem Café, bei dem jeder in sein Smartphone starrt.


3. Von Herzen kommende Geschenke


Du denkst dir regelmäßig Überraschungen aus und liebst es, deinem Gefährten oder deiner Gefährtin unerwartet ein Präsent zu überreichen?


Alleine der Gedanke an die leuchtenden Augen des Gegenübers zaubert dir ein wohlig-warmes Gefühl im Bauch?


Dir ist völlig egal, wie lange du nach dem perfekten Geschenk suchen musst – Hauptsache du findest es.

Dabei muss es überhaupt nichts Materielles sein – ganz im Gegenteil: Du bist auch ein Meister oder eine Meisterin des liebevoll Handgefertigten.


Wichtig ist dir alleine, dass dein Geschenk von Herzen kommt und deinem Partner das Gefühl vermittelt, dass du an ihn oder sie gedacht hast.


Umgekehrt ist es extrem schwierig für dich, wenn dir dein Partner nie etwas schenkt oder aber belanglose Dinge ohne Herz.


Du fühlst dich eben wertgeschätzt, wenn sich jemand genauso viel Mühe mit den Präsenten macht, wie du es tust.


4. Hilfsbereitschaft


Ganz egal, worum es geht: Du liebst es, deinem Partner deine Hilfe anzubieten. Dabei genießt du besonders das Gefühl, gebraucht zu werden.


Ob es sich um profane Dinge wie das Heruntertragen des Mülls, die Zubereitung eines leckeren Frühstücks oder sonstige Dienste sind:


Du liebst es, deinem Partner Dinge abzunehmen und ihm oder ihr das Leben zu erleichtern.

Doch was ist, wenn dein Partner nie etwas für dich tut, dir dafür aber häufig sagt, dass er dich liebt?


Für dich fühlt es sich auf Dauer an, als ob dein Partner nur verbale Versprechungen macht, die sich jedoch nie in praktischen Taten äußern – dass das schwierig ist, liegt auf der Hand.


5. Zärtlichkeit


Diese Sprache kenne ich von allen 5 Sprachen der Liebe am besten – vielleicht findest auch du dich darin wieder.


Du liebst es, deinen Partner oder deine Partnerin zu berühren? Ein Leben ohne Streicheleinheiten und kuschelige Momente zu zweit ist für dich unvorstellbar?

Aber auch jegliche Form von Küssen, Umarmungen, Berührungen, Händchen halten, eine erfüllende Sexualität und sonstige Liebkosungen sind für dich schlichtweg unersetzlich, um dich geliebt zu fühlen und glücklich in der Partnerschaft zu sein.


Was passiert, wenn du auf einen Partner triffst, der beispielsweise fast alles für dich macht, dich aber so gut wie nie in den Arm nimmt oder sonstige Körperlichkeiten mit dir austauscht?


Du wirst dich früher oder später ungeliebt fühlen und dir wird etwas Wichtiges fehlen.


Was kannst du tun, wenn ihr eine unterschiedliche Sprache der Liebe sprecht?


Ganz klar: Der Idealfall ist, wenn eure Liebessprache die Gleiche ist und ihr euch somit täglich eure Zuneigung kundtun und sie zelebrieren könnt.


Doch es muss nicht das Ende der Partnerschaft bedeuten, wenn sich eure Sprache der Liebe voneinander unterscheidet.

Den wichtigsten Schritt hast du bereits gemeistert: Du bist dir über deine eigene und die Liebessprache deines Partners oder deiner Partnerin klargeworden.


Beobachte doch mal im Alltag, wie oft dein Partner seine oder ihre Zuneigung in der jeweiligen Sprache ausdrückt.


Du wirst vielleicht überrascht sein, weil es für dich beispielsweise schon total selbstverständlich ist, dass dich dein Partner in Liebe badet oder deine Partnerin dich regelmäßig mit aufmerksamen Präsenten überrascht.


Fazit


Lass dich nicht davon verunsichern, wenn dein Herzmensch eine andere Sprache der Liebe spricht als du.


Sobald du dir über die Unterschiede im Klaren bist, kann sich deine Angst auflösen, dass dich dein Partner oder deine Partnerin nicht genauso liebt wie du ihn oder sie.

Dass eine Liebesbeziehung kein Tauschhandel sein sollte, steht auf einem anderen Blatt – dazu jedoch in Kürze mehr.


Schöner und harmonischer ist es zweifellos, wenn ihr die gleiche Sprache der Liebe sprecht – solltest du gerade Single sein, kannst du bei der Partnerwahl prüfen, ob sich eure Zuneigung auf die gleiche Art und Weise ausdrückt und das Ergebnis gegebenenfalls in deinen Entscheidungsprozess für oder gegen eine Beziehung mit einfließen lassen.


Was ist deine Sprache der Liebe? Hast du ähnliche Erfahrungen wie ich gemacht oder hast du bisher ausschließlich Menschen angesprochen, die deine Sprache sprechen? Ich bin gespannt auf deine Erfahrungen!



146 Ansichten

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen