Yin & Yang: Wie deine weibliche und männliche Energie dein Liebesleben beeinflusst

Aktualisiert: Feb 6



Vor einigen Jahren hatte ich ein echtes AHA-Erlebnis in Bezug auf Yin (die weibliche) und Yang (die männliche) Energie.


Ich war in einer rundum erfüllten Beziehung, in der ich zum ersten Mal erleben durfte, wie es sich anfühlt, wenn Körper, Geist und Seele eine Einheit bilden. Sprich: wir hatten jede Menge sexuelle Anziehungskraft, konnten stundenlange tiefsinnige Gespräche führen und fühlten uns auch auf seelischer Ebene verbunden.


Dann kam die Zeit, in der ich parallel zu meinem anstrengenden Vollzeit-Job mit weitem Anfahrtsweg mein Studium zur Medienfachwirtin begonnen hatte und mein Partner bedingt durch seine Führungsposition und andere private Gegebenheiten jede Menge Stress und finanzielle Belastungen hatte. Es dauerte nicht lange, bis unser Sex-Drive komplett weg war und wir uns im Alltag in Reibereien wiederfanden.


Wieso ändert sich die Qualität einer Beziehung?


Ich bin vom Typ her ganz klassisch Yin. Schon seit jeher fühle ich mich in meinem weiblichen Körper wohl und bin quasi genau im richtigen Geschlecht geboren. Mein damaliger Partner wiederum war sehr maskulin, womit wir die perfekte Basis für gegenseitige Anziehungskraft hatten.


In dieser stressigen Zeit musste ich jedoch ganz viele Dinge organisieren und bewältigen – klassische Yang-Attribute. Mein Partner wiederum war durch die äußeren Umstände so gefordert, dass auch er nur noch funktioniert hat.


Wenn Yang-Energie auf Yang-Energie trifft, entsteht vieles, aber keine sexuelle Anziehungskraft - das gleiche gilt, wenn Yin auf Yin trifft.


Vielleicht ist dir schon mal aufgefallen, dass es auch in gleichgeschlechtlichen Beziehungen einen Typ gibt, der weiblicher ist, während der andere maskuliner ist.


Ob wir uns weiblich oder männlich oder eher in der Mitte fühlen, hat nichts mit unserem Geschlecht zu tun. Wir tragen alle Yin- & Yang-Qualitäten in uns.


Yin und Yang sind zwei Begriffe der chinesischen Philosophie. Sie stehen für polar einander entgegengesetzte und dennoch aufeinander bezogene duale Kräfte oder Prinzipien, die sich nicht bekämpfen, sondern ergänzen (Wikipedia).


Grundsätzlich ist es total hilfreich, wenn du dir über die männlichen und die weiblichen Attribute bewusst wirst und dich und deine Liebsten einer Analyse unterziehst.


Wofür steht Yin – die weibliche Kraft?


  • Wasser

  • Nacht

  • Erde

  • Materie

  • Intuition

  • Gefühle

  • Weisheit

  • Ruhe

  • Entspannung

  • introvertiert

  • Erschaffen

  • Empfangen

  • Hingabe

  • Flexibilität

  • gemeinsam


Wofür steht Yang- die männliche Kraft?


  • Feuer

  • Tag

  • Energie

  • Himmel

  • Verstand

  • Wissen

  • Bewegung

  • Erregung

  • extrovertiert

  • Struktur

  • Kontrolle

  • Aktiv

  • allein

  • stark

  • entschlossen


Wie fühlt es sich an, wenn die Polaritäten in Balance sind?


  • Wir nutzen sowohl unseren Verstand als auch unsere Intuition, um unser Leben zu meistern.

  • Wir haben genügend Kraft, um Dinge anzupacken, vergessen aber nicht, uns wichtige Pausen zu gönnen.

  • Wir verfügen über ein gesundes Maß an Kontrolle und Vertrauen.

  • Unser Leben fühlt sich leicht, ausgeglichen und gut an.


Was verbindest du mit Yin & Yang?


Deine frühesten Vorbilder sind deine Eltern. Während deine Mutter das Yin und somit das weibliche Prinzip darstellt, steht dein Vater für Yang, das männliche Attribut.


Nimmst du in frühen Jahren eines der beiden Prinzipien als negativ wahr, beispielsweise, weil dein Vater dich regelmäßig geschimpft hat oder gar nicht präsent war, wirst du daraus gewisse Schlussfolgerungen über die männliche Energie ziehen.


Was hat Yin & Yang mit deinen Eltern zu tun?


Du kannst das Weibliche und das Männliche in dir nur dann annehmen, wenn du deine Kindheitsthemen und Traumas aufarbeitest und deinen Eltern vergibst.


Warum ist dies so wichtig?


Angenommen, deine Mama war in der Familie das schwache Geschlecht. Sie hat sich nie für dich eingesetzt, sondern blind deinem Papa gehorcht und stets ihre Bedürfnisse an letzter Stelle eingeordnet.


Logischerweise möchtest du niemals so werden, wenn du erwachsen bist. Du entwickelst beispielsweise Glaubenssätze wie: „Ich muss stark und unabhängig sein“. Wie wirkt sich das auf dein Leben aus?


Es wird dir wahrscheinlich sehr schwerfallen, dich schwach und verletzlich zu zeigen oder andere um Hilfe zu bitten. Unterbewusst lehnst du die weibliche Energie ab und entwickelst negative Gefühle, wenn dir Menschen begegnen, die dich an deine Mutter erinnern.


Wie bringst du die weibliche und männliche Energie in Balance?


Zunächst einmal solltest du dich mit deiner Biografie beschäftigen und für dich klären, was Männlichkeit und Weiblichkeit für dich bedeutet und ob das oftmals unbewusst übernommene Rollenbild für dich überhaupt noch stimmig ist.


Wenn du merkst, dass eine der beiden Qualitäten negativ besetzt ist, solltest du dir Gedanken machen, wie eine positive Besetzung dieser Kräfte aussehen könnte.


Welche Frauen und Männer inspirieren dich?

Wenn es dir gelingt, deinen Eltern nicht länger die Schuld zu geben, kann deine männliche und weibliche Energie ins Gleichgewicht kommen.


Vergebung ist ein kraftvolles Tool, dass dir in erster Linie selbst hilft.


Es bedeutet nicht, dass du gutheißt, was dir widerfahren ist – du befreist jedoch dich selbst, wenn du vergibst.


Wenn du Menschen vergibst, kehrt Frieden ein und es gelingt dir, deine beiden Yin- und Yang-Kräfte ins Gleichgewicht zu bringen.


Je nachdem, was in deinem Leben passiert ist, kann es sinnvoll sein, dir beim Vergebungsprozess Unterstützung zu holen, beispielsweise durch ein Ho´oponopono-Ritual, das in vielen großen Städten angeboten wird.


Hinter dem komplizierten Begriff verbirgt sich ein effektives hawaiianisches Vergebungsritual, in dem verschiedene Werkzeuge wie Gebete, Aussprachen, Schuldbekenntnisse, Reue und gegenseitige Vergebung angewendet werden, um in zwischenmenschlichen Beziehungen Vergebung herbeizuführen.


Wie kannst du die Lehre von Yin und Yang für deine Beziehung nutzen?


Unser Leben birgt zahlreiche Herausforderungen. In jeder Beziehung kann es durch äußere Umstände dazu kommen, dass ein Partner auf einmal eine andere Energie annimmt als dem Grundnaturell entspricht. Wichtig ist, dass ihr euch darüber bewusst seid, um dann gezielt die andere Qualität zu stärken.


Ich bin mittlerweile sehr achtsam gegenüber meiner Energie und der Energie meines Partners. Wenn ich merke, dass seine Energie ins Feminine übergeht oder meine weibliche Energie maskuliner wird, spreche ich das einerseits an, fordere aber auch ein, was die Ursprungsqualität wieder herstellt.


Sprich: Ich gönne mir viel Ruhe, schöne Blumen, warme Bäder und Zeit für mich – alles Dinge, die meine Yin-Essenz nähren. Meinem Partner wiederum sage ich, was ich mir wünsche.


Typische männliche Attribute, die das Yang nähren, sind beispielsweise Unternehmungen mit anderen Männern und Sport. Aber auch die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen und Dinge zu organisieren wirken sich positiv auf das Yang aus.


Yin + Yang = Anziehungskraft


Im Lauf meines Lebens habe ich immer wieder festgestellt, dass die sexuelle Anziehungskraft zunimmt, wenn ich in meinem weiblichen Selbst und mein Partner in seinem männlichen Selbst verankert ist.


Die Rollen können natürlich auch umgekehrt sein, da männlich und weiblich nicht sinnbildlich für Männer und Frauen steht.


Es gibt auch Menschen, die eher mittig ausgerichtet sind und somit Partner/innen anziehend finden, die ebenfalls sehr mittig sind. Grundsätzlich ist aber meistens ein Anteil präsenter ausgeprägt.


Achte einfach mal darauf, wann du mit deinem Partner oder deiner Partnerin am meisten Anziehungskraft verspürst und ob du daraus für dich etwas über die Polaritäten ableiten kannst.


Weiterführende Lektüre


Wenn du tiefer in das Thema Yin & Yang einsteigen möchtest, eignen sich Bücher wie das Tao der Liebe, das Tao der Sexualität, das Tao der Frau sowie das Tao des Mannes.



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